Versorgungswerk der Rechtsanwälte im Lande Nordrhein-Westfalen

Das nordrhein-westfälische Versorgungswerk wurde 1984 auf der Grundlage des Gesetzes über die Rechtsanwaltsversorgung (RAVG NW – GVBl. NRW 1984, S. 684 ff.) als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Die Verwaltung des Versorgungswerks nahm ihre Tätigkeit am 01.11.1985 auf, nachdem die von der Ersten Vertreterversammlung formulierte Satzung am 01.08.1985 in Kraft getreten war.

Das Versorgungswerk gewährleistet als berufsständische Versorgungskasse die Rentenversicherung der im Lande Nordrhein-Westfalen zugelassenen Rechtsanwälte. Auf Antrag erbringt es seine Leistungen in Form von Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrente sowie Sterbegeld.

Seit der Erstaufnahme der Mitglieder, die am 01.08.1986 abgeschlossen war, ist das Versorgungswerk von ursprünglich 8.127 kontinuierlich auf zurzeit rund 33.200 Mitglieder angewachsen. Es ist damit das mitgliederstärkste Versorgungswerk für Rechtsanwälte in der Bundesrepublik Deutschland.

(Pflicht-)Mitglied des Versorgungswerks ist gem. § 10 der Satzung

  • wer am 30.11.1984 Mitglied einer Rechtsanwaltskammer im Lande Nordrhein-Westfalen war und zu diesem Zeitpunkt das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte

    oder

  • wer nach dem 30.11.1984 Mitglied einer Rechtsanwaltskammer im Lande Nordrhein-Westfalen wird und das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat

    oder

  • wer am 30.11.1984 Mitglied einer Rechtsanwaltskammer im Lande Nordrhein-Westfalen war, zu diesem Zeitpunkt das 45., aber nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte und seinen Beitritt innerhalb eines Jahres nach In-Kraft-Treten der Satzung erklärt.

Der Regelpflichtbeitrag stimmt gem. § 30 Abs. 1 S. 2 der Satzung mit dem Höchstbetrag zur gesetzlichen Rentenversicherung überein (sofern ihn die Vertreterversammlung nicht anders festsetzt), liegt zurzeit also bei 1.094,50 Euro.

Mitglieder, deren Einkommen (Arbeitseinkommen und Arbeitsentgelt i.S. der §§ 14, 15 SGB IV) die Beitragsbemessungsgrenze nicht erreicht, zahlen den Beitrag nach ihrem Einkommen gemäß dem Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung, sofern die Vertreterversammlung nicht einen anderen Beitragssatz festsetzt (§ 30 Abs. 2 der Satzung). Der Mindestbeitrag beträgt 1/10 des Regelpflichtbeitrags (§ 30 Abs. 3 der Satzung).

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